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Merkwürdige Maschinen

Für Sigmund Freud entsteht das Unheimliche gerade dort, wo Mechanisches als lebendig erscheint und umgekehrt, Lebendiges als Mechanisch. Merkwürdig sind demnach Maschinen vor allem dann, wenn sie eine überraschende Lebendigkeit und Eigenständigkeit zeigen. In Erstaunen versetzen uns aber auch Geräte, die ein abweichendes Verhalten jenseits der gewohnten Funktionalität aufweisen.

Die Ausstellung Merkwürdige Maschinen konzentriert sich in ihrer Auswahl auf künstlerische Arbeiten, die einen deutlichen Bezug zu alltäglichen Geräten zeigen, sich von diesen aber in irritierender Weise unterscheiden. Der künstlerische Eingriff in die Maschinenwelt bewirkt, dass der Betrachter bzw. Benutzer die herkömmlichen Objekte auf andere Weise wahrnimmt und ästhetische Potenziale dieser Gegenstände registriert.

Während die Machine Art der 60er Jahre häufig auf abstrakten Strukturen und mechanischen Neuerfindungen basierte (z.B. von Jean Tinguely), bedient sich die heutige Kunst mit Maschinen auf Konsumgüter wie Waschmaschinen, Plattenspieler etc. Die ablaufenden Prozesse dieser Objekte lassen sich auf die Funktionen bereits existierender Haushaltwaren und Konsumgüter beziehen.

Merkwürdige Maschinen sind künstlerische Arbeiten zwischen Elektrogerät und Skulptur. Sie markieren subjektive Eingriffe in die technologisierte Welt der Waren. In der Neukombination von Maschinellem und dessen Manipulation entstehen Objekte und Installationen, deren vorrangiger Wert in der Ausdrucksqualität und in der metaphorischen Aussage liegt. Ihre scheinbare Dysfunktionalität, d.h. vom Gebrauchswert aus gesehen ihre Nutzlosigkeit, ist ihre neue Funktion.

 
KünstlerInnen:
Chris Cunningham, Beate Engl, Alexander Laner, David Moises, Michael Sailstorfer, Walter Zurborg, Andreas Zybach

 
Die Ausstellung wurde gefördert durch:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Stadt Wolfsburg
Niedersächsische Lottostiftung
Erwin und Gisela-Steiner-Stiftung München


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