spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer
kunsterein logo
 
 Aktuell         |
 Jahresprogramm  |
 Ausstellungen   /
 Raum für Freunde|
 City Gallery    |
 arti            |
 Termine         |
 Kunstverein     |
 Jahresgaben     |
 Shop            |
 Popmusik        |
 Kontakt         |
 
 Chicks on Speed .  Gartenkartierung Wolfsburg .  Flexibilität .  Jean-Ulrick Désert .  Strips & Characters .  Ulf Aminde .  Non-Stop .  Elektropopklub .  Industriestadtfuturismus .  Canada Dreaming .  Der Traum von der Zeichenmaschine .  Animalcity .  arti 2006 .  Next Level .  Welcome Home .  Ende der Faulheit .  Work Fiction .  Green Dreams .  Merkwürdige Maschinen .  In The Shadows .  Village People .  George Cup & Steve Elliott .  arti 2008 .  Weltraum als Fluchtlinie .  Love me tender .  Optical Art From Brunswick .  Reconstructed Zone .  Best of 50 Years .  Art of Speculation .  arti 2010 .  Gewalt .  Communauté/Gemeinschaft .  X Freundschaftsanfragen .  Host City .  Franziska C. Metzger: Archaische Futurismen .  Buenos Aires - Historias de las Calles / Geschichten von den Straßen .  Wolfsburger Sammler .  arti 2012 .  Jacqueline Doyen .  Heb mich auf! .  Qual & Wahl .  Learning from Detroit .  Erfinde dich selbst! .  Let’s Eat Together .  I can’t control myself .  Glückssache .  arti 2014 - Das haut mich um! .  Dennis Graef .  Baby, I love you! .  Crime Art .  Elisabeth Stumpf Lightning Frightening .  Operation Mindfuck .  Verborgene Kräfte .  Verführen .  arti 2016 – Ich bin so frei .  Sex Smells .  Überschreiten .  Dan Stockholm - In a hundred years all will be forgotten .  Waffle Falling Over .  Games Culture .  Gruppe Schlossstrasse 8
 
 


 Ausstellung     /
 Bilder          |


GEWALT

Eröffnung: 02.09.2010, 19 Uhr
Ausstellung: 03.09. - 07.11.2010

 

Krisen evozieren Gewalt. Aber nicht nur Naturkatastrophen und schwere soziale Konflikte führen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Gewalt ist in jeder Gesellschaft latent vorhanden und kann durch wachsende soziale Ungleichheit geschürt werden. Finanzspekulation, Rückbau des Sozialstaates und prekäre Lebensverhältnisse lassen die Krise in weiten Teilen der Gesellschaft dauerhaft werden und erzeugen für kommende Generationen einen beispiellosen sozialen Sprengstoff. Aber nicht nur soziale Prozesse spielen in dieser Ausstellung eine Rolle. Die Exponate behandeln ein Phänomen, das mit dem Wesen des Menschen prinzipiell, seine Verletzbarkeit und seine Fähigkeit zu Leiden, aber auch mit seiner Aggression und seinem Zerstörungstrieb in Verbindung steht.

Visualisierungen von Gewalt erschrecken, beunruhigen und faszinieren zugleich – was nicht nur für dokumentarische Aufnahmen sondern auch für Kunstwerke über Gewalt gilt. Der Betrachter wird von diesen Bildern sowohl angezogen als auch abgestoßen. Aufgrund dieser ästhetisch reizvollen Ambivalenz ist Gewalt schon seit Jahrhunderten ein wichtiges Thema der bildenden Kunst. Ein häufig gemachter Fehlschluss besteht darin, die Repräsentation von Gewalt mit der Bejahung von Gewalt durch die Bildproduzenten gleichzusetzen. Häufig ist es genau das gegenteilige Interesse, das Künstler motiviert, Gewalt bildnerisch in Szene zu setzen. Bisweilen ist es gerade das Entsetzen gegenüber gewalttätigen Vorgängen in der Gesellschaft, das die Künstler dazu veranlasst, Gewalt mit künstlerischen Mitteln zu thematisieren. Meist sind es nur Nuancen, die verdeutlichen, dass es sich um keine Verherrlichung von Gewalt sondern um eine kritische Beschäftigung mit diesem Phänomen handelt. Reine Gewaltdarstellungen ohne bestimmte inhaltliche Konnotationen und ohne symbolische Ebene, wie wir sie von bestimmten Spielfilmen oder Computergames kennen, laufen dagegen Gefahr, als Vergnügen an Brutalität gesehen zu werden.

Anders die Künstler der Ausstellung Gewalt, sie registrieren gewalttätiges Verhalten und Gewaltverhältnisse an den unterschiedlichsten Schauplätzen und gesellschaftlichen Feldern. Sie zeigen auf, wie Gewalt entsteht. Sie reagieren auf medial oder unmittelbar erlebte Gewalt und aggressives Auftreten mit ihren spezifischen bildnerischen Mitteln. Sie thematisieren die Werkzeuge der Gewalt, das Arsenal der Waffen. Sie lassen Gewaltausbrüche zur visuellen Analyse noch einmal stattfinden und thematisieren die Sublimierung von Gewalt in Jugend- und Subkulturen. Sie setzen sich mit der Gewalttätigkeit im Akt des filmischen oder fotografischen Bildermachens auseinander. Oder sie schlüpfen für die künstlerische Arbeit selbst in die Rolle des Opfers von Gewalt – ein Selbstversuch, der sowohl für den Betrachter als auch den Künstler/Akteur als schmerzhafte Erfahrung erlebbar wird.

 

Begleitend wird es von Lokale Liaison - Kunstvermittlung im Kunstverein Wolfsburg zusammen mit lokalen Akteuren, die sich im Alltag auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Gewalt und Gewaltprävention auseinandersetzen, zwei öffentliche Rundgänge durch die Ausstellung geben.

 

Künstler:

Dennis Graef, Anna Jermolaewa, Mark Lewis, Anna McCarthy, Alex McQuilkin, Jeremy Shaw

 

Kuratiert von: Justin Hoffmann

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Stadt Wolfsburg
Land Niedersachen
VGH-Stiftung
Bürgerstiftung Wolfsburg
Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg
Rossmann Stiftung
Stiftung Leben & Umwelt
spacer spacer spacer

 
© 2014 Kunstverein Wolfsburg, ein  sensomatic design

Impressum