spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer
kunsterein logo
 
 Aktuell         |
 Jahresprogramm  |
 Ausstellungen   /
 Raum für Freunde|
 City Gallery    |
 arti            |
 Termine         |
 Kunstverein     |
 Jahresgaben     |
 Shop            |
 Popmusik        |
 Kontakt         |
 
 Chicks on Speed .  Gartenkartierung Wolfsburg .  Flexibilität .  Jean-Ulrick Désert .  Strips & Characters .  Ulf Aminde .  Non-Stop .  Elektropopklub .  Industriestadtfuturismus .  Canada Dreaming .  Der Traum von der Zeichenmaschine .  Animalcity .  arti 2006 .  Next Level .  Welcome Home .  Ende der Faulheit .  Work Fiction .  Green Dreams .  Merkwürdige Maschinen .  In The Shadows .  Village People .  George Cup & Steve Elliott .  arti 2008 .  Weltraum als Fluchtlinie .  Love me tender .  Optical Art From Brunswick .  Reconstructed Zone .  Best of 50 Years .  Art of Speculation .  arti 2010 .  Gewalt .  Communauté/Gemeinschaft .  X Freundschaftsanfragen .  Host City .  Franziska C. Metzger: Archaische Futurismen .  Buenos Aires - Historias de las Calles / Geschichten von den Straßen .  Wolfsburger Sammler .  arti 2012 .  Jacqueline Doyen .  Heb mich auf! .  Qual & Wahl .  Learning from Detroit .  Erfinde dich selbst! .  Let’s Eat Together .  I can’t control myself .  Glückssache .  arti 2014 - Das haut mich um! .  Dennis Graef .  Baby, I love you! .  Crime Art .  Elisabeth Stumpf Lightning Frightening .  Operation Mindfuck .  Verborgene Kräfte .  Verführen .  arti 2016 – Ich bin so frei .  Sex Smells .  Überschreiten .  Dan Stockholm - In a hundred years all will be forgotten .  Waffle Falling Over .  Games Culture .  Gruppe Schlossstrasse 8 .  Simply A Painting .  arti 0218 – Auf den Punkt .  Mach es einfach .  Einfache Handlungen .  Spiritual * Digital .  Ich sehe was, was du noch nicht siehst
 
 


 Ausstellung     /
 Bilder          |


Ich sehe was, was du (noch) nicht siehst

Eröffnung: 23.5.2019
Ausstellung: 24.5.-4.8.2019

--------------------------------------------

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen machen derzeit einen wichtigen Bestandteil der Digitalisierung aus. In diesem Zusammenhang ist eine Praxis besonders bemerkenswert: Der Versuch über Algorithmen genaue Vorhersagen über die Zukunft treffen zu können. Diese Algorithmen zielen auf die Bestimmung menschlichen Verhaltens ab und manipulieren die Abläufe von Entscheidungsprozessen.

Daraus ergeben sich diverse ethische Probleme. So kollidiert die Funktionsweise dieser maschinellen Prozesse mit unserem bisherigen Menschenbild und greift teilweise in die demokratische Staatsordnung ein. In der Schweiz wurde unter anderem die - in Deutschland entwickelte - „Predictive Policing-Software“ „Intimpartner“ in den Polizeialltag integriert. Laut Hersteller errechnet sie die Wahrscheinlichkeit eines Tötungsdeliktes zwischen (Ex)-Ehepartnern. Überschreitet der errechnete Gefährder-Score einen bestimmten Wert, kann der Betroffene mit einer erhöhten Aufmerksamkeit durch die Polizei rechnen, teilweise für die nächsten 10 Jahre. Die Verantwortung für menschliche Schicksale wird einem Algorithmus übertragen. Damit ändert sich unsere Wahrnehmung von gesellschaftlicher Realität ganz grundsätzlich, denn die Anwendung dieser Algorithmen steht einer Erfahrungswelt entgegen, die auf Kontingenz beruht. Kontingenz bedeutet auch Zufall und Abweichungen vom bestehenden System zuzulassen.

Genau an diesem Punkt greift auch die Kritik der Mathematikerin Cathy O’Neil an den prädiktiven Algorithmen und anderen auf Data Mining basierenden Anwendungen. Sie betitelt diese aufgrund ihrer zersetzenden Wirkung auf unsere Gesellschaft als „Weapons of Math Destruction“. Sie versprächen größere Objektivität, stellten aber letztendlich nur die Konformität mit dem bestehenden System sicher und seien nicht auf Einzelfallentscheidungen ausgerichtet, was zur Diskriminierung bereits Benachteiligter führen kann.

In der Kunst war die Idee der freien ungebundenen, individuellen Entfaltung ohne feststehenden Ausgang lange Zeit ein konstituierendes Prinzip. Die Anwendung prädiktiver Tools auf den künstlerischen Bereich ist daher besonders interessant. Sie stellt Fragen über den derzeitigen Zustand dieses Systems, das sich in einem Umbruch befindet: Was passiert, wenn die Tätigungsfelder von Künstler*innen und Programmierer*innen ineinander übergehen? Befinden wir uns auch in diesem Bereich in einer Schleife aus immer gleichen Mustern, deren Neu- und Wiederanordnung ebenso Maschinen vorhersagen und durchführen könnten?

--------------------------------------------

KünstlerInnen: disnovation.org, Jonas Lund, OutOfTheBox, Sebastian Schmieg

--------------------------------------------

Kuratorin: Jennifer Bork

--------------------------------------------

Mit freundlicher Unterstützung von: Volkswagen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Wolfsburg


spacer spacer spacer

 
© 2007 Kunstverein Wolfsburg, ein  sensomatic design

Datenschutz | Impressum