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Konstruktion der Wünsche

Das Rahmenthema des Jahres 2006 versucht die imaginäre und in die technoide Seite von Kunst und Kultur zusammenzubringen. Nach unserer Vorstellung sind Überlegungen zu wissenschaftlich-technischen Entwicklungen stets von Imaginationen und Wünschen durchdrungen. Ein Begehren zur Verbesserung und Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse treibt stets die Forschung voran. Wunschphantasien und utopische Ideen spielen dabei eine zentrale Rolle. Den realen Objekten und Verhältnissen gehen gedankliche Konstruktionen voraus, die grundlegend für die Produktion dieser sind. Jedoch bleiben verschiedene Konzepte von Wissenschaft und Technik stets im Status des Phantasmas stecken und können sich auf die Dauer als träumerische Wunschgedanken, wenn nicht kalkulierte Fehlprognosen erweisen. Die künstlerische Produktion begleitet und interpretiert diese Zusammenhänge von Wunschphantasie und technischer Entwicklung. Die Kommentare der bildenden Künstler ergänzen die Reflexionen zum Verhältnis von Technik, Kultur und Gesellschaft. Sie zeigen Defizite der Realisierung technischer Möglichkeiten auf, kritisieren gefährliche Tendenzen oder formulieren neue Entwicklungsmöglichkeiten. In diesem Sinn kann sich Kunst sowohl zur treibenden Kraft entwickeln als auch die Rolle des Korrektivs übernehmen. Das Jahresthema stellt aber auch die Frage nach dem Wesen von Wünschen überhaupt. Es reflektiert, dass Phantasien gedankliche Konstruktionen sind, die auf verschiedene Quellen und Einflussbereiche zurückgehen, sowie komplexe Prozesse durchlaufen.

In der Gruppenausstellung Canada Dreaming werden Zukunftsgedanken und Wunschphantasien von Künstlern Kanadas, des größten Staats Amerikas zu sehen sein. Das Thema greift die Vorstellung von Kanada als einem Land vielfältigster Projektionen für In- und Ausländer auf. Die Recherche und Auswahl der Künstler von Canada Dreaming geht auf eine zweiwöchige Kanadareise auf Einladung der kanadischen Botschaft in Berlin im Herbst 2004 zurück. Es ist die erste repräsentative Ausstellung kanadischer Künstler in Deutschland seit mehreren Jahren.

Eine Maschine, die imposante Zeichnungen produziert, erfand Heinrich Heidersberger Mitte der 50er Jahre. Der "Künstler schuf damit einen Werkkomplex von besonderem ästhetischen Reiz, der parallel zu Versuchen verlief, per Computer Grafiken von künstlerischem Wert herzustellen. Diese Intentionen demonstrieren das Begehren, Zeichnungen in der Perfektion und Klarheit einer Maschinen zu kreieren. Die Ausstellung Der Traum von der Zeichenmaschine. Heinrich Heidersbergers Rhythmogramme und die Computergrafik seiner Zeit wird anlässlich des 100. Geburtstags dieses bedeutenden Wolfsburger Künstler und Fotografen gezeigt.

Die Ausstellung Animalcity.Tiere in der Stadt behandelt die alte Sehnsucht des Menschen nach dem Leben mit dem Tier. Während diese Verbindung auf dem Land durch Nutztierhaltung zustande kommt, hat sich in der Stadt eine Tierhaltung im Haus und in Zoos etabliert. Vermehrt finden neuerdings auch wilde Tiere im städtischen Raum einen interessanten Lebensraum und bringen damit die bisherige Definition von Stadt und Land durcheinander. Der Traum vom „Leben auf dem Land“ erfüllt sich damit für Stadtbewohner von ganz allein. Dieses vielerorts präsente Phänomen beschreiben die unterschiedlichen künstlerischen Positionen in der Gruppenausstellung Animalcity.

Der ARTI, der Kunstpreis für Wolfsburger Künstler, wird im Jahr 2006 erstmals vergeben. Er ist eine Initiative des Kunstverein Wolfsburg die lokale Kunstszene zu fördern. Das Thema des Wettbewerbs orientiert sich an dem Jahresthema und wird Anfang 2006 bekannt gegeben. Arbeiten des oder der PreisträgerIn werden zusammen mit Werken der Künstler der letzten Runde der Selektion in einer Ausstellung präsentiert, die von den Juroren (zwei auswärtige Kuratoren und der Leiter des Kunstvereins) zusammengestellt ist.

Die Ausstellung Next Level. Die Lust am Spiel in der Netzwerkgesellschaft, die ursprünglich für Ende letzten Jahres vorgesehen war und bereits im Jahresprogramm 2005 angegeben ist, wurde auf Wunsch des Science Center phaeno, das in kürze eröffnet, auf Ende 2006 / Anfang 2007 verschoben. Begleitend wird dazu erstmalig Anfang 2007 ein gemeinschaftliches Festival zu Kunst und Technologie „Die Phaenomenale“ stattfinden. Die Ausstellung trägt dem Umstand Rechnung, dass sich Computerspiele zu einer vorrangigen Freizeitbeschäftigung entwickelt haben. Mit ihnen kann der Spieler virtuell in neue Welten reisen oder in neue Rollen zu schlüpfen und sich dabei per Internet vernetzen. In der Ausstellung werden Arbeiten gezeigt, die deutlich zu Net- bzw. Computergames in Beziehung stehen und diese Form von Lustbefriedigung künstlerisch kommentieren.

 
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