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ECONOMY & GLAMOUR
Bewusst beziehen wir uns in der Wahl des Jahresthemas 2005 auf das Album „MenschMaschine“ der deutschen Popgruppe Kraftwerk aus dem Jahr 1978 – eines der bedeutendsten Plattenveröffentlichungen überhaupt. Denn wo sonst, wenn nicht in Wolfsburg, einer Industriestadt mit der größten Automobilfabrikationsstätte der Welt, spielt das Verhältnis von Mensch und Maschine eine zentrale Rolle (das Kraftwerk des VW-Werks wurde zudem zum Wahrzeichen der Stadt). Gilt doch das Auto den Deutschen als „liebstes Kind“ und rangiert unter den Lieblingsmaschinen auf den vordersten Rängen. Der Kunstverein Wolfsburg will mit der Thematik MenschMaschine direkt auf diesen die Stadt konstituierenden Moment, dem Begehren nach Mobilität, reagieren. Wobei sich gerade an der Entwicklung des Fahrzeugbaus ablesen lässt, wie sich durch den vermehrten Gebrauch von Computern der Schnittpunkt von Mensch und Maschine verändert hat. Zunehmend wird der Fließbandarbeiter zum Computeringenieur transformiert. Aber auch im Privatbereich ist ein Leben ohne Geräte nicht mehr denkbar. Neben dem Fernsehgerät, mit dem wir uns an die globale Kommunikation anschließen, sind es vor allem Computerspiele, die in der Freizeitgestaltung gerade von Jugendlichen einen zentralen Stellenwert einnehmen.

Für den Popmusikbereich bedeutet die Verwendung von Computern in erster Linie die Möglichkeit, ohne großes Equipment, ohne Studio und ohne jahrelanges Erlernen von Instrumenten Musik produzieren zu können. Andererseits rücken mit dem Computer als multifunktionale Maschine, die auf einfache Weise visuelle und akustische Elemente koppeln kann, synästhetische Aspekte wieder in der Vordergrund. Dies berücksichtigend initiieren wir im Jahr 2005 im Rahmen eines Deutsch-Polnischen Austauschprogramms das Projekt eines German-Polish Elektro Clubs in einer polnischen Stadt, in dem bildende Künstler, Musiker und Performer und Filmemacher zusammenarbeiten.

Mehr noch als in Friedenszeiten gewinnt während Kriege das Verhältnis von Mensch und Maschine an Bedeutung. Denn wie kriegerische Auseinandersetzungen der letzten Jahre gezeigt haben, entscheidet über Sieg oder Niederlage, wie fortgeschritten der Technologie des Militärapparats eines Staates ist, insbesondere wie perfekt durch sie Soldat und Maschine miteinander verschmolzen werden können.

Mit der Wahl des MenschMaschine-Themas möchten wir dem zentralen kulturellen Ereignis Wolfsburgs des Jahres 2005, der Eröffnung des Science Centers Phaeno Rechnung tragen, das nicht nur mit der Zaha Hadids Architektur sondern auch mit einem innovativen Museumskonzept neue Maßstäbe in der Vermittlung setzen will.

 
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